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Nach den Feiertagen... ist es an der Zeit, auf sich zu achten

31/12/2025 Wein machen
Nach den Feiertagen... ist es an der Zeit, auf sich zu achten

Der Kalender zeigt Januar an und der Körper bestätigt es: Nach wochenlangen endlosen Mahlzeiten, sich von selbst nachfüllenden Gläsern und Gesprächen, die wie soziale Marathons erscheinen, fühlen viele von uns, dass wir eine Pause brauchen. Das neue Jahr, mit seiner Aura von Vorsätzen und Neuanfängen, drängt uns dazu, in den Spiegel zu schauen und zu sagen: „OK, es ist Zeit, auf sich zu achten.“

Aus dieser festlichen Überdrüssigkeit – zwischen Völlerei, Nostalgie und dem Wunsch, Gewohnheiten zurückzusetzen – entsteht ein Trend, der keine vorübergehende Modeerscheinung mehr ist, sondern ein globales Phänomen: der Dry January.
Es geht darum, einen Monat lang auf Alkohol zu verzichten, um Gewohnheiten zurückzusetzen, den Körper zu entlasten und Energie zu gewinnen. Er entstand 2013 im Vereinigten Königreich mit dem Ziel, einen bewussteren Konsum zu fördern. Die Geschichte begann mit Emily Robinson, die 2011 beschloss, im Januar auf Alkohol zu verzichten, um sich auf ihren ersten Halbmarathon im Februar vorzubereiten. Ihre Geste löste Gespräche aus, weckte Neugier und eröffnete eine Debatte über die Vorteile, den Konsum zu pausieren (oder zu mäßigen). So nahm 2013 die offizielle Kampagne Dry January Gestalt an, die sich heute zu einem Trend entwickelt hat.

Weder mehr noch weniger, sondern besser trinken

Bei Decántalo lieben wir Wein. Wir sind fasziniert von seiner Kultur, seinen Geschichten, seiner Vielfalt und natürlich seinem Geschmack. Aber wir glauben auch, dass es nicht notwendig ist, sich an einem der beiden Enden des Spektrums zu bewegen: weder vollständig auf Wein zu verzichten noch maßlos zu trinken. Der Schlüssel liegt darin, mit Bedacht, Stil und Mäßigung zu genießen, wobei man versteht, dass jeder Moment seinen eigenen Rhythmus und sein passendes Glas verlangt.
Und wenn der Januar dazu einlädt, das Tempo zu drosseln, Gewohnheiten zu ordnen und den Geist zu erfrischen, dann lädt er auch dazu ein, neue Wege zu erkunden, die Welt des Weins zu genießen… ohne unbedingt den Alkoholgehalt zu erhöhen.

Alternativen für einen leichteren Januar (und ein Jahr)

Für diejenigen, die sich dem Geist des Dry January anschließen möchten, ohne auf das Ritual des Entkorkens, Anstoßens oder Genießens zu verzichten, bietet die Welt des Weins heute köstlich interessante Optionen:

1. Entalkoholisierte Weine: die großen Protagonisten

Entalkoholisierte Weine sind zum stillen Star dieser neuen Art des Trinkens geworden. Weit entfernt von den ersten Versuchen – flach, süßlich und ohne Charme – ermöglicht die heutige Technologie, den Alkohol zu extrahieren und dabei die aromatischen Nuancen und die ursprüngliche Struktur des Weins intakt zu halten. Das Ergebnis ist überraschend: Weine, die riechen, schmecken und sich verhalten wie Weine… aber ohne den alkoholischen Rausch (oder Kater).

2. Weine mit niedrigem Alkoholgehalt: Geschmack in leichterer Version

Wenn die Entalkoholisierten die Könige des „Nulls“ sind, dann sind die Weine mit niedrigem Alkoholgehalt die Botschafter des unbeschwerten Genusses. Wir sprechen von frischen, saftigen Weinen, voller Energie und gedacht, um ohne Komplikationen getrunken zu werden. Sie bewegen sich meist zwischen 8–11% vol., was sie zu einer perfekten Option für diejenigen macht, die mäßigen möchten, ohne auf das volle Weinerlebnis zu verzichten.

3. Naturweine: Authentizität ohne Schnickschnack

Der Trend zur Natürlichkeit erreicht nicht nur die Speisekammer, sondern hat auch das Glas erobert. Die Naturweine werden mit minimalem Eingriff, ohne Zusatzstoffe und mit maximalem Respekt vor dem Ursprung hergestellt. Trauben aus biologischem Anbau, einheimische Hefen und eine Philosophie, die die Ausdruckskraft des Terroirs über die Manipulation stellt. Eine gesündere, bewusstere und verbundene Art zu trinken.


Wenn der Jahresbeginn sich wie ein „Neustart“-Knopf anfühlt, dann ist der Dry January die Erinnerung daran, dass manchmal eine kleine Pause ausreicht, um das Gleichgewicht wiederzufinden. Und die gute Nachricht ist, dass die Welt des Weins – reich, vielfältig und kreativ – immer Wege findet, uns zu begleiten, sowohl in den Exzessen des Dezembers als auch in den Pausen des Januars.